Kirche & Gemeinde


Eröffnung der Ausstellung "Hinter dem Tor. Die Beginenhöfe Flanderns - Das Vermächtnis freier Frauen" am Sonnabend, dem 2. März, 19.30 Uhr

Foto-Ausstellung mit Bildern von Klaus-Uwe Nommensen in der Marienkirche vom 2. März bis zum 20. April

Beginenhöfe gehören zum Bild etlicher Orte in Flandern, behaupten sich, von Mauern oder Gräben umschlossen, über Jahrhunderte hinweg als Stadt in der Stadt. Der Schritt durch eines ihrer Tore eröffnet eine eigene Welt. 

Ob großer Platz oder schmale Gassen, die Häuser weiß leuchtend oder backsteinrot, die Fassaden schlicht oder repräsentativ, jeder dieser Orte atmet Stille und Energie. Mauern und Sphäre bewahren die Geschichten von unzähligen Frauen, die sich seit acht Jahrhunderten für ihre eigene spirituelle und freie Lebensform stark gemacht haben. Ein Grund, weshalb von den 24 in Flandern erhaltenen Beginenhöfen dreizehn zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Der Theologe und Publizist Klaus-Uwe Nommensen führt Sie mit seinen Fotos hinein in dieses Erbe der „frommen Frauen“.

Doch Beginenhöfe gab und gibt es nicht nur in Flandern. Auch in Osnabrück und im Osnabrücker Land. Die erste Erwähnung einer Beginengemeinschaft in Osnabrück datiert aus dem Jahr 1233. Zwölf dieser Höfe existierten nachweislich unter anderem in Osnabrück, Menslage und Springe. 

Klaus-Uwe Nommensen wird uns in der Vernissage zur Ausstellung am Sonnabend, 2. März, nach dem Wochenschlussgottesdienst, seine Publikation "Hinter dem Tor. Die Beginenhöfe Flanderns - Das Vermächtnis freier Frauen" vorstellen.
Darüber hinaus werden wir versuchen, während der Zeit der Ausstellung Dr. Karsten Igel für einen Vortrag speziell über die Geschichte der Beginen in Norddeutschland und  im Osnabrücker Land zu gewinnen. Dr. Karsten Igel ist Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Universität Münster.  


Seit Klaus-Uwe Nommensen (*1952) den Werkstoff Glas für eine eigene künstlerische Tätigkeit entdeckt hat, ist für ihn jene eigentlich banale Beobachtung ein Sinnbild für das begrenzte menschliche Streben nach Erkenntnissen geworden.

Seinen Heimatort Ebstorf in der Lüneburger Heide und somit auch den Teenager prägten Tradition und Kirche, allerdings nicht ohne beides auch zu hinterfragen. Im alten Kloster vor Ort begegneten ihm Kunst und Musik. Aus alldem erwuchs ein Interesse für Tradition und Theologie, Kunst und Kultur, Fragelust und Fachgespräch, Recherche und Reisen.

Nach dem Theologiestudium wechselten sich Pfarramt und redaktionelle Tätigkeit in Kirchenzeitungen oder kirchlicher Internetpräsenz sowie Öffentlichkeitsarbeit ab. Hinzu kamen Publikationen zu Kunst, Kultur und Bibel, oft inspiriert durch entdeckerfreudiges Reisen.

Seit 1995 ist Nommensen Mitglied in einer bundesweiten Gruppe von Textern, Texterinnen, Komponisten und Komponistinnen für neue geistliche Lieder: TAKT.

Klaus-Uwe Nommensen lebt seit 2011 mit seiner Frau Susanne Brandt in Flensburg. Zurzeit arbeitetet er trotz Ruhestand als Studienleiter im Akademiezentrum Sankelmark.


Die Ausstellung kann vom 3. März bis zum 20. April im Chorumgang der Marienkirche während deren Öffnungszeiten täglich von 11 - 17 Uhr besucht werden.





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Infirmerie und Kapelle des Beginenhofes in Tongeren - Foto: Klaus-Uwe Nommensen